Schumannweg

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Robert Schumann

Da wurde ich beim Oktoberfest der Strassengemeinschaft gefragt, ob ich denn wüsste, wer Schumann ist und wie man seinen Namen schreibt? Natürlich weiß ich das, aber der Fragesteller bezog sich auf die falsche Schreibweise in der Bezeichnung dieser Internetpräsenz. Ich gebe zu, ich habe bei der Buchung dieser Webseite aus der Not eine Tugend gemacht. Durch eine Freudsche Fehlleistung habe ich nämlich den Namen mit einem abschliessenden "h" gebucht. Um meinen Lapsus zu kaschieren, begründe ich diesen Fehler nun stets damit, dass ich sage, dass man sich den "Schuh" leichter merken kann und SchiSchuh sich auch viel lustiger anhöre! Eine billige Ausrede. Dafür brillierte ich aber bei der Antwort, wer Robert Schumann denn sei, denn ich erinnerte mich an seine Geschichte. Ich behauptete also, dass er Musiker und Wissenschaftler gewesen sei. Damit hatte ich zwar den Nagel auf den Kopf getroffen, konnte aber leider nur eine sehr unzufrieden stellende Erklärung liefern weil mir die Wissenschaft nicht in Erinnerung geblieben war! Aber hier kann ich es nun auflösen und meinen Anflug von Altersenilität verwischen!

Robert Schumann wurde am 08. Juni 1810 in Zwickau im Königreich Sachsen geboren und verstarb am 29. Juli 1856 in Endenich (heute einem Ortsteil von Bonn). Schumann war Komponist, Musikkritiker und Dirigent. Er war aber auch Redakteur seiner Zeitung "Neue Zeitschrift füe Musik". Seine Mutter veranlasste ihn dazu Rechtswissenschaften an der Leipziger Universität zu studieren und verhilft mir zur Rehabilitation bezüglich meines Halbwissens. Schumann war scheinbar (k)ein Schwerenöter, denn seine Mitgliedschaft in der Leipziger Burschenschaft brachte ihn in das Register der polizeilichen Ermittlungsakten.

Während seines Studiums in Leipzig begegnete er Friedrich Wieck, der Theologie studierte, dabei aber ein autodidaktisches musikalisches Genie war. Nach einigen Wirren heiratete Schumann, Wiecks beste Musikschülerin und gleichzeitig auch Tochter Clara. Bei anderen musikalischen Genies seiner Zeit hatte Schumann einen schweren Stand. Mendelssohn Bartoldy, Chopin, Berlioz und Liszt standen ihm lange sehr kritisch gegenüber!

1850 wurde Schumann sogar Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. Er erlebte dort einige erfolgreiche Jahre seines Schaffens. In dieser Periode traf er auch Johannes Brahms und befreundete sich mit ihm! Mehr und mehr erlag Schumann einem psychischen Leiden, das darin gipfelte, dass er sich am 04.03.1854 auf eigenen Wunsch in Franz Richarz gerade eröffnete "Anstalt für Behandlung und Pflege von Gemütskranken und Irren" in Endenich (bei Bonn) einliefern lies, in der er dann am 29.07.1856 verstarb.